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Harte Jungs mit weichem Kern
Hagen. In Hagen gibt es weder Hells Angels noch Bandidos. Die
hiesige Rockergang nennt sich Freewy Riders.
In der Welt der Rocker gibt es ein ungeschriebenes Gesetz. Es
besagt, kein Wort über die Aktivitäten anderer Rockerbanden zu
verlieren. Kein Sterbenswörtchen. Schon gar nicht gegenüber einem
Pressefritzen.
Also kein Kommentar zum Krieg zwischen Bandidos und Hells Angels,
zu all den Schlagzeilen über organisierte Kriminalität? Pitzi (42),
Rudi (42), Enrico (41) und Schaefer (40) nicken grimmig: „Kein
Kommentar.” Bandidos und Hells Angels würden sich über die Freeway
Riders ja auch nicht äußern.
Männer wie Schränke
Die Freeway Riders sind die Hagener Rocker. Männer wie Bäume, mit
breitem Kreuz, ausladendem Brustkorb und muskelbepackten Armen.
Männer wie Schränke. Sie lassen keinen Zweifel daran aufkommen, dass
sie die einzige Rockergang in Hagen sind und bleiben werden: „Wir
dulden nicht, dass hier andere reinkommen.” Was sie anstellen
würden, um das zu verhindern? „Kein Kommentar.”
Einmal Freeway Rider, immer Freeway Rider, bedeutet die Abkürzung
E.F.I.F.
19 Mitglieder zählen die Hagener Freeway Riders zurzeit, ihr
Quartier liegt geduckt hinter Dekra und Peugeot im Gewerbepark
Kückelhausen. Raue, heisere Stimmen erschallen, auf Spiegeln, Kutten
und Pfosten klebt der geflügelte Totenkopf mit Kappe, das Emblem der
Riders. Frauen heißen hier Schnitten und Kinder Blagen. Thomas
„Pitzi” Siewert bittet zum Interview in den Besprechungsraum mit dem
blank polierten, schwarzen Glastisch. „Dies ist unsere Welt”,
erklärt er. „Wir leben in unserer eigenen Welt. Wir haben unsere
eigenen Gesetze und wollen uns nicht unterwerfen. Wir sind Rocker.
Wir sind frei.”
Frei und unabhängig
Wenn man nachhakt, was das denn bedeute, frei zu sein und
unabhängig, dann erfährt man von einer Lebenseinstellung mit
erstaunlich konservativen Prinzipien. „Die Familie kommt an erster
Stelle”, sagt Rüdiger „Rudi” Strohm, und seine Kumpel nicken zur
Bekräftigung. „Wenn du eine Schnitte hast, die nicht hinter dir
steht, dann funktioniert das nicht mit dem Rockerdasein.” Die
Freeway Riders sammeln Spielzeug für bedürftige Familien,
organisieren Blutspenden und Feste für krebskranke Kinder. Die
meisten von ihnen haben selbst Familie und die gleichen Sorgen wie
andere Väter: „Die Blagen sitzen heute nur noch vor dem Computer,
hören Techno und kommen nicht mehr aus der Wohnung raus”, klagt
Rudi. „Das Internet lähmt sie. Ich sehe das doch bei meinen Jungs.”
In der wertkonservativen Rockergesellschaft aber zählt
handgemachte Rock(er)musik, denn die wird als ehrlich empfunden.
Ehrlichkeit sei überhaupt einer der wichtigsten Grundsätze, betont
Pitzi: „Und Verlässlichkeit. Was zählt, ist die Gemeinschaft.” Opfer
zu bringen für den Club, das könne so weit gehen, dass man die
Schuld für eine Straftat auf sich nehme und für einen Kumpel, der
vielleicht noch unter Bewährung stehe, in den Knast gehe.
Heimliche Hauptstadt
Hagen ist so etwas wie die heimliche Hauptstadt der Freeway
Riders. Der erste Club, Chapter genannt, wurde vor 35 Jahren in der
Volmestadt gegründet, zu einer Zeit, als der Kultfilm „Easy Rider”
in den Kinos lief. Eddy Kante, der Leibwächter von Udo Lindenberg,
gehörte dazu. Mittlerweile gibt es bundesweit 32 Chapter mit 550
Rockern. Jeder von ihnen fährt ein Motorrad mit mindestens 550 ccm
Hubraum, die meisten eine Harley Davidson. Anders als die Bandidos
oder Hells Angels, die in den USA gegründet wurden und weltweite
Vereinigungen bilden, blieben die Freeway Riders immer auf
Deutschland beschränkt.
Von Motorradclubs, die am Wochenende Ausfahrten ins Blaue
unternehmen, grenzen sich die Rocker bewusst ab: „Biker lassen sich
vom Bike schubsen”, stellt Rudi klar. „Wir nicht.” Der brutale
Schlagedrauf, der das Bild vom Rocker in der Öffentichkeit prägt,
sei aber nun auch wieder ein Vorurteil. Alle Mitglieder gehen einem
ordentlichen Beruf nach, die meisten als Handwerker. Mit dem
Rotlichtmilieu will das Hagener Chapter nichts zu tun haben. „Wir
sind saubere Leute”, sagt Pizzi. „Keine Drogen, keine Huren, kein
Waffenhandel.”
Überalterung
Das größte Problem, das die Freeway Riders plagt, ist ein allzu
menschliches: Überalterung. Chris, das jüngste Mitglied, ist 34,
Kurt, der älteste Rocker, 57. Die ganz wilden Zeiten sind denn auch
passé, die Prügeleien seltener geworden, schütter werdendes Haar hat
die einst langen Matten abgelöst. Auch Rocker werden gesetzter. An
jedem ersten Freitag im Monat ist offener Abend im Clubheim am
Konrad-Adenauer-Ring 20, dann wird ausgeschenkt für 1 Euro pro
Getränk, und das hat sich herumgesprochen. Viele Hagener schauen
vorbei, um die Rocker, die auf ihrer eigenen Party schnell in die
Unterzahl geraten, aus der Nähe zu betrachten, aber kaum dass jemand
beitreten will. „Die Zeiten ändern sich”, sagt Rudi. Es klingt ein
wenig resigniert. Harte Jungs mit weichem Kern, genau das sind wir,
sagt Pitzi.
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Beruf: Bodyguard
Eine Kante wie Eddy beschützt Udo Lindenberg
Essen. Sein Name ist Kante, Eddy Kante. Er ist der Leibwächter von
Udo Lindenberg. Oder besser gesagt: sein Mädchen für alles. Heute
wird der geborene Hagener 50.
Klare Kante: „Wer an Udo ran will”, sagt Eddy mit knarziger Stimme,
„der muss erst mal an mir vorbei.” Man möchte es nicht unbedingt
ausprobieren. Denn wenn der 1,88-Meter-Mann mit der Statue eines
mittleren Panzerschranks vor einem in Stellung geht, dann verdunkelt
sich die Sonne. „105 Kilo, alles Muskeln und Samenstränge”,
versichert der Kraftprotz mit der dekorativen Glatze und der
unvermeidlichen Sonnenbrille grimmig blickend.
Der Frank aus Hagen
Eddy Kante Bodyguard von Panikrocker Udo Lindenberg
Foto: Christine Acke
Eddy Kante, der eigentlich Frank mit Vornamen heißt und aus Hagen
stammt, ist Udo Lindenbergs Leibwächter. Und noch viel mehr als das:
Mädchen für alles, Fahrer, Ziehsohn, Kumpel, Schattenmann – einer,
der Udo das Badewasser einlässt. Einer der ganz wenigen, die ihn mal
ohne Hut sehen („Was drunter ist? Haare, was denn sonst!”). Der
dessen Portemonnaie und Kreditkarten hütet.
Und der auf Reisen alles, was der Meister braucht, noch mal in
doppelter Ausführung dabei hat: von den Socken bis zum Panikhut, von
den Nasentropfen bis zur Zahnpasta.
Udo und Eddy – das ist eine Männerfreundschaft der ganz
besonderen Sorte. „Die Silberhochzeit haben wir schon lange hinter
uns”, berichtet Lindenberg. „Ich habe den Job gefunden, von dem ich
immer schon geträumt habe”, ergänzt Eddy Kante.
Die Ursprünge der seltsamen Symbiose liegen 37 Jahre zurück. Da
stand der 13-Jährige Frank vor dem Spiegel im heimischen Badezimmer
und stach sich mit Stecknadel und Tinte eine ungelenke Tätowierung
ein: Udo Lindenberg, sie ist bis heute kaum verblasst. Dass ihm das
Tattoo drei Wochen strengen Stubenarrest bescherte, konnte die
Begeisterung nicht trüben. „Ich hab' alles, was mit Udo zu tun
hatte, in einem DIN-A-4-Heft gesammelt. Ich hab' den ,Bravo'-Starschnitt
an die Wand geklebt. Und ich bin ihm nachgereist.”
Mit Beharrlichkeit arbeitete sich der Super-Fan immer näher an
sein großes Vorbild ran, traf ihn mal hinter der Bühne, schaffte es
bis in die Hamburger Panik-Zentrale. Lindenberg sagt heute: „Er ist
mir zugelaufen.”
Udos größter Fan
Und dann, vor 31 Jahren, kam der Satz, der Eddys und auch Udos
Leben veränderte. „Willste nicht mitfahren? Ich brauch noch 'n
Bodyguard.” Hätte er damals nicht eingeschlagen – er wäre entweder
im Rotlicht-Milieu oder im Knast geendet, gibt Kante zu.
Einschlägige Erfahrungen hatte er schon damals. Die Mutter war
früh gestorben, er wuchs bei Onkel und Tante auf – und mit der
Rockergruppe Freeway Riders, die für ihn so was wie eine
Ersatzfamilie wurde. „Ich war ein Straßenkämpfer. Da gab es
natürlich auch Hauereien.”
Ein Straßenkämpfer
Der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte, hieß
absurderweise: Schwarzfahren. Verstoß gegen die Bewährungsauflagen,
neun Monate Jugendknast – die Strafe hatte er zum Zeitpunkt von Udos
Offerte gerade abgesessen. Den Meister, der schon immer ein Faible
für Gestrandete hatte, konnte das nicht schrecken. Ganz im
Gegenteil. Panik-Udo hielt ihm auch die Treue, als Eddy Jahre später
wegen diesem und jenem noch einmal hinter Gitter musste.
Mit den krummen Touren, so sagt er, hat der Vater eines Sohnes
(29) und einer Tochter (6) längst abgeschlossen. Sogar eine
wohltätige Stiftung namens „Schützt unsere Kinder” hat der
herzlich-harte Hund in der Zwischenzeit gegründet.
Und sonst? Wird Eddy heute seinen 50. Geburtstag feiern – im
kleinen Kreis. Die eigentlich geplante Riesensause im Hamburger
Landhaus Walter mit 600 Gästen – darunter Lindenberg, Rammstein, die
Scorpions, Extrabreit und die Freeway Riders aus seiner Heimatstadt
Hagen – musste nach einem schweren Motorradunfall abgesagt werden:
Am 19. August trug der passionierte Biker bei einem Sturz mit seiner
Harley fünf Knochenbrüche davon („Ich hatte nicht mal Schuld”).
Gerade erst wurde er aus der Reha-Klinik entlassen. Udo
Lindenbergs trockener Kommentar dazu: „Der Eddy ist ein Mann aus
Eisen, der geht Gott sei Dank schnell wieder heile.”
Er weiß ja, was er an seinem Kumpel hat – den er auch schon mal
zärtlich „Kugelfang” nennt. So richtig spaßig ist das aber nicht
gemeint. „Ich würde für Udo sterben”, versichert Eddy Kante
glaubhaft. „Denn alles, was ich bin, verdanke ich Onkel August,
Tante Hilde, den Freeway Riders – und vor allem natürlich Udo
Lindenberg.”
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Freeway - Security
Anlässlich einer Exclusive-Release-Party-Show der
Thrush-Metal Band "Destruction"
mit der Vorgruppe
Assassin und Anderen, am 27.09.2009 im
Jugendkulturhaus
Kultopia der Stadt Hagen, stellten
die Freeway - Rider´s Hagen einen reibungslosen und störungsfreien
Ablauf der Veranstaltung, als Security - Mannschaft sicher.
Hierbei wurden Einlasskontrollen u. a. auf
mitgebrachte Getränke, Flaschen und gefährliche Gegenstände
durchgeführt. Auch haben sie für die Sicherung des Vip-Bereichs, der Bühne und
der Bands gesorgt.
Sue von Adligate
schrieb ins Gästebuch:
Hallo Ihr Lieben,
am Sonntag ward ihr einfach SUPER!! Es hat alles wunderbar
funktioniert und ich hoffe das Ihr Euch auch bei uns im Kultopia
wohl gefühlt habt... Ich bin begeisterter Freeway Rider´s Fan und
werde immer für Euch sprechen!!!
Liebe Grüsse
Sue
Wir sind für Überwachung bei Events, Konzerten
und anderen sensiblen Bereichen buchbar.
Für Bookings siehe
Kontakt
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Bilder der ReleaseParty

Das neue Album:
The curse of the Antichrist - Live in
Agony |
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Der Wochenkurier berichtete in
seiner Ausgabe vom 5.9.2007

Der „Freeway Riders MC Hagen" ist
ein Motorradclub mit Stolz und Tradition. Seit einem Jahr trifft er sich
im Vereinsheim am Konrad-Adenauer-Ring (früherer Rehsieper Weg). Am
kommenden Freitag sind alle Interessierten eingeladen, beim Tag der
offenen Tür die Mitglieder der bunt gemischten (und hier die nicht ganz
vollständigen) Truppe kennen
zu lernen und einen Blick in die noch recht neuen Räumlichkeiten zu
werfen.
(Foto:
Norbert Fendler)
Echte
Kerle gute Taten
„Freeway Rider´s“ -
rau, aber herzlich
Hagen. (NO) Man ist unter
Kumpeln. Dementsprechend rau, aber herzlich ist der Umgangston im
Vereinsheim der „Freeway Riders Hagen" hinter der Peugeot-Niederlassung
am Konrad-Adenauer-Ring. Vor einem Jahr hat der Motorradclub dort ein
Domizil gepachtet, ein idealer Treffpunkt für die zurzeit 17
Motorradfreunde. Ideal zum Quatschen, Bier trinken und - wenn es denn
das Wetter noch zulässt - zum Würstchen grillen.
Die
Anfangszeit
Im noch recht neuen Vereinsheim wird
die Fahne der „Rocker-Kameradschaft" hoch gehalten. Das können
Interessierte speziell am kommenden Freitag erfahren. Die frühen 70er
Jahre: Zeit der Jeanswesten, langer Locken und Koteletten. Der erste
Flaum auf der Oberlippe wird zum Schnauzer weitergepflegt: Easyrider ist
Kult. Die CB 50 kommt heraus, ein Viertakter der Miniklasse. König ist,
wer eine „Großschild" besitzt, eine Fünfziger ohne
Geschwindigkeitsbegrenzung mit einem echten Motorradkennzeichen. Mit
den Boliden der Schnapsglasklasse rückt der Horizont näher.
Gründung in Hagen
Etliche Jugendgruppen vor allem im
„Pott“ fanden sich zu Motorrad-Cliquen zusammen, in ihnen fühlte man
sich stark und zuhause. Vor Ort wurde 1974 der „Freeway Riders MC Hagen"
aus der Taufe gehoben, die mit Stolz ihr gesticktes Zeichen, das Colour,
auf ihren ausgefransten Jeanswesten trugen: ein rundes Abzeichen, rot
auf schwarzem Grund, dessen Mitte ein Rad mit einem Eisernen Kreuz
zierte. 1977 wurde das Emblem geändert, seitdem ziert ein geflügelter
Totenkopf mit Mütze das dreiteilige Colour. Heute ist der „Freeway
Riders MC Germany" in 26 Städten Deutschlands vertreten, in zwölf
„Chapter" unterteilt und zählt rund 600 Mitglieder.
Der Sache treu geblieben
Ende der 70er Jahre trennte sich die Spreu vom Weizen. Bald zeigte sich, wer Rocker bleiben oder lieber mit der „Tussi" im
tiefer gelegten Manta durch die Gegend fahren wollte. Die Hagener „Freeways"
blieben sich und ihrer Sache treu. Jahrelang traf man sich im Eilper
Vereinsheim am ehemaligen Betonwerk, doch jetzt freut man sich über den
Standort am Konrad-Adenauer-Ring.

In der gemütlichen Bar im
Vereinsheim kann man mit den Clubmitgliedern und den Vorsitzenden Ralph
(4. v. l.) und „Pitzi“ (Mitte) ein Bierchen trinken.
(Foto: Norbert Fendler)
Echte Kerle, gute Taten
Die Hagener Motorradfreunde mögen auf manche Zeitgenossen auf den ersten
Blick abschreckend wirken, sind aber echte Kumpel mit dem Herz auf dem
rechten Fleck. Die Mitglieder sind zwischen 30 und 54 Jahre alt und
kommen aus unterschiedlichsten Berufen, wobei das Handwerk eindeutig
überwiegt. Zu ihren Aktivitäten gehört nicht nur das Ausleben handfester
Rocker-Kameradschaft, sondern auch der Einsatz in der Öffentlichkeit.
Bei der allerersten Veranstaltung von „Rock auf dem Müll“ waren die
„Jungs“ schon als Sicherheitstruppe engagiert, ebenso bei „Rock gegen
Rechts" und beim Stadtteilfest in Hohenlimburg in Kooperation mit der
Polizei. Zudem machen die „Freeway Rider´s“ durch Blutspende-Aktionen
und Veranstaltungen zugunsten krebskranker Kinder von sich reden. Der
Hagener Club plant zurzeit zudem einen „Toy-Run", um Spielzeug für
Kinderheime zu sammeln.

Das
„Colour“ der „Freeway Riders Hagen“ (Logo: Verein)
Tag der offenen Tür
Am kommenden Freitag - wie jeden ersten Freitag im Monat - haben alle
Interessierten die Möglichkeit, die „Freeway Rider´s Hagen" und ihr
Vereinsheim am Konrad-Adenauer-Ring hinter den Niederlassungen von
Peugeot und DEKRA kennen zu lernen. Die Mitglieder unter dem Vorsitz von
„Pitzi“ und Ralph freuen sich auf neue Gesichter...
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Die Biker News schrieb:
Heiratet da die Prominenz? -
schien sich mancher Passant angesichts der Stretchlimo und des
imposanten Motorradkorsos zu fragen. Das Hagener Standesamt befindet
sich ironischerweise in der Freiheitstraße, und dort fanden sich
Bräutigam Domenico vom Freeway Rider´s MC Hagen und seiner Bianka ein.
Die Freeways geben in Hagen den Ton an und halten als Motherchapter mit
dem Chapter Lennetal und den Free Wheels Hagen eine lange
Rockertradition hoch.
Tradition kennzeichnet auch die Beziehung
von Bianka und Domi. 19 Jahre sind sie schon zusammen, drei Kinder das
Ergebnis fruchtbarer Zusammenarbeit. Dies wurde nun durch die von den
Brüdern organisierte Hochzeit gewürdigt.
Nachdem der staatliche Segen eingeholt war,
musste erst der obligatorische Baumstamm durchgesägt werden, der fast
immer den Ausgang eines Standesamtes versperrt. Da die gemeinsamen
Bemühungen mit der Handsäge wenig Wirkung zeigten, griff Domi zur
zufällig bereit liegenden Motorsäge. Schließlich fährt der Mann ja auch
motorisierte Zweiräder und kein Fahrrad.
Nachdem per Burnout noch zwei symbolische
Trauringe in den Asphalt gebrannt worden waren, fuhr das Paar mit der
ganzen Meute im Schlepp durch die Stadt und blockierte zeitweilig eine
Autobahn, um dann zur Feier im Clubhaus der Free Wheels anzukommen.
Hier begrüßte das Paar im laufe des Tages
immer mehr Gäste, und sie ließen sich auch nicht lumpen, 800 Liter Bier
und jede Menge Schnaps warteten auf die Feiernden. Das Essen war vom
Feinsten, aber schließlich weiß Domenico als Restaurantbesitzer, was den
Gästen schmeckt.
Auf die Ohren gab es von zwei befreundeten
Bands. Als dann noch der Gastgeber das Mikro ergriff, um "Rap im
Freestyle" zum Besten zu geben, wusste jeder was gemeint war, als auf
der Einladung "Feiern bis zur Freakshow" stand. Und denk dran, unser
italienischer Freund: Immer schön ehrlich bleiben - eine Ehe ist kein
Fußballspiel.
Die Westfälische
Rundschau berichtete am 29.9.2006
Qualmender Reifen
besiegelt Biker-Ehe
(WR-Bild:
Michael Schuh)
Im offenen
Straßenkreuzer mit Tigerfell-Bezügen fuhren Domenico Marino und seine
Frau Bianca Enselmann zur Hochzeitsfeier nach Haspe. Begleitet wurde das
junge Paar standesgemäß von einem langen Motorrad-Korso.
Hohenlimburg. (emmi)
Dass ein frisch vermähltes Brautpaar das Hohenlimburger Standesamt
verlässt, ist eigentlich nichts Ungewöhnliches - doch gestern blieben
viele Passanten mit offenen Mündern vor dem Rathaus stehen. Eine solch
spektakuläre Hochzeit dürften nämlich die wenigsten von ihnen bislang
gesehen haben.
Als sich Domenico Marino und Bianca Enselmann das Ja-Wort gaben, war der
Vorplatz mit dicken Motorrädern und deren vielfach nicht minder schweren
Besitzern geradezu übersät. Anstelle von Anzug und Krawatte prägten
Tattoo´s und Lederwesten das Bild - auch der Bräutigam machte da keine
Ausnahme. Denn Marino gehört dem Motorradclub "Freeway Riders" an,
dessen Mitglieder aus ganz Deutschland den Weg an die Lenne gefunden
hatten.
Wenngleich Biker
von weiten Teilen der Bevölkerung als eher unstet eingeschätzt werden,
widerlegt der gemeinsame Lebensweg von Domenico und Bianca diese
Theorie. Bereits seit 19 Jahren sind die beiden ein Paar, die Töchter
Joyce und Jamie-Ann sowie der drei Monate junge Sohn Don-Anthony
komplettieren die Familie. Was aber nicht bedeuten soll, dass auch die
Hochzeitszeremonie bürgerlich-normal verlaufen muss. Denn bei
Motorradclubs gehören dröhnende und qualmende Maschinen sowie Böller
offenbar ebenso zu einer Eheschließung wie der obligatorische Reis und
das Gläschen Sekt.
Und dass man mit
einem PS-starken Zweirad nicht nur durch die Lande fahren kann, bewies
ein Freund Marinos mitten auf der Freiheitstraße: Mit durchdrehendem
Hinterrad malte er zwei Eheringe auf den Asphalt, die aussahen, als
seien sie mit dem Zirkel gezogen worden.
Im Korso, dem
neben besagter Schar an Motorrädern auch ein offener US-Straßenkreuzer
sowie eine Stretch-Limousine angehörten, ging´s anschließend quer durch
Hagen zur großen Feier in Haspe. "Und da wird dann Party gemacht, bis
der Arzt kommt", wusste ein Freeway-Rider zu berichten. Wer die
Hochzeitsgesellschaft in Hohenlimburg erleben durfte, der dürfte keine
Zweifel an dieser Aussage hegen.
29.09.2006 Mittlerweile
25 Chapter
HINTERGRUND
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In den den Siebziger Jahren, als der Kultfilm "Easy Rider" in den Kinos
lief, wurden die Freeway Riders gegründet. Seit 1974 ziert ein
geflügelter Totenkopf mit Mütze die Weste der Freeway Riders.
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Heute existieren 25 Ortsgruppen, so genannte Chapter. Viele von ihnen
sind im Ruhrgebiet zu Hause, aber auch in Fulda, Wesermünde oder Bad
Kissingen haben sich Chapter gegründet.
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Das Motto des Motorradclubs lautet E.F.I.F. - einmal Freeway, immer
Freeway.
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